Link

http://eportfolio.phtg.ch/view/artefact.php?artefact=15692&view=2547

Advertisements

Wikipedia

Umberto Eco (2010)Umberto Eco hat einen interessanten Artikel mit dem Titel „Ho sposato Wikipedia?“ (4/9/2009) geschrieben.

Es geht hierbei um die Frage, ob man Online-Enzyklopädien wie z.Bsp. Wikipedia trauen kann und welche Regeln befolgt werden sollten, um die Richtigkeit der Informationen zu gewährleisten. Eco führt Beispiele an, die ihn persönlich betrafen: bei Wikipedia hieß es, er sei der Erstgeborene unter 13 Geschwistern, dies trifft jedoch auf seinen Vater zu. Zudem wurde behauptet, er sei mit der Tochter seines Verlegers verheiratet, was ebenfalls nicht der Wahrheit entsprach. Eco hat selbst die Einträge berichtigt, zwischenzeitlich habe er jedoch aufgehört nachzuschauen, was  bei Wikipedia über ihn steht, da er jedes Mal weitere Ungenauigkeiten vorfand.

Im betreffenden Artikel folgt nun ein kleiner Leitfaden zur Überprüfung von Wikipedia-Artikeln: Eco vertraut Wikipedia insofern er hierbei Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens anwendet, d.h. er vergleicht die Wikipedia-Informationen mit Informationen anderer Netzseiten (oder auch Printquellen). Er würde eine Überwachungsstelle, die die ins Netz gestellten Informationen verifiziert, begrüßen, ist sich aber der Realisierungsschwierigkeiten dieses Vorhabens bewusst.

PLEs, Social Bookmarking, Blogs und Webtools

Ein kleines Erfolgserlebnis konnte ich mittlerweile schon verbuchen. Nachdem unser Dozent das Webtool „quizlet“ vorgestellt hatte, war ich sehr begeistert und habe meinen Abendklassen sogleich die betreffende Website mitgeteilt. Einige haben nun quizlet als App aufs Handy geladen und üben mit Hilfe der im Tool zur Verfügung gestellten Lernkärtchen ihre französischen Vokabeln. Ferner hat ein Schüler bereits eigenständig Kartensätze für den Englischunterricht erstellt. Auch wenn mir all diese modernen Werkzeuge manchmal Kopfzerbrechen bereiten, da ich ab und an Schwierigkeiten mit ihrer Handhabung habe, scheint es mir, dass die Lernenden gerne mit den neuen Medien arbeiten und wir ihren Lernbedürfnissen so entgegenkommen.

Wie können PLEs (Online-Lernumgebungen), Social Bookmarking und Blogs sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden?

Die PLEs verschaffen eine bessere Übersicht, die Blogs, eine Art Tagebuch, können als Reflexionsinstrument eingesetzt werden, sie fördern die Lese- und Schreibfähigkeit, die Bereitschaft zur Diskussion, das social bookmarking ermöglicht ein kollaboratives Sammeln und Austauschen von Links. Dabei sind die Aspekte der Zusammenarbeit und Individualisierung zu unterstreichen. Es geht einerseits um das gemeinsame Nutzen und Teilen von Wissen und somit um gemeinsames Lernen, andererseits wird beim e-learning den individuellen Ansprüchen und dem persönlichen Lerntempo Rechnung getragen.

Erste Erfahrungen mit Social Media

Im Rahmen meines Studienganges der Sekundarstufe II an der Pädagogischen Hochschule Thurgau besuche ich einen Kurs, der sich mit dem virtuellen Lernen beschäftigt.

Ein Task beinhaltet das Erstellen eines Blogs. Dies stellt für mich – mit vielen anderen Lerninhalten betreffenden Moduls – unbekanntes Terrain dar: Sei es der Aufbau eines eigenen PLE mittels igoogle, einer mit selbst ausgewählten hinzugefügten Gadgets personalisierter Google-Seite, oder seien es die social bookmarking-Dienste und die Webtools, all diese Begriffe waren mir bis vor Kurzem weitgehend unbekannt.

Nun betrete ich mit meinem allerersten Blog wieder Neuland.

Da unsere Schüler mit diesen neuen Medien aufwachsen, erscheint es mir wichtig, dass Lehrkräfte sich darin auskennen, um den Lernenden eine möglichst kompetente Hilfestellung bieten zu können. Den Gefahren, die das Internet birgt, können wir entgegensteuern, indem wir klare Arbeitsanweisungen und Lernziele vorgeben und den Lernenden einen verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien vermitteln, und ihnen helfen, die unzähligen Informationen zu verarbeiten und zu bewerten.

Hierzu möchte ich gerne auf das Lied „Il quinto mondo“ aus dem gleichnamigen und im Jahre 2002 erschienenen Albums des italienischen Sängers Jovanotti verweisen:

Nel primo mondo c’è la tecnologia,
prêt-à-porter, democrazia,
nel secondo mondo c’è un po’ di delusione
che non accelera i processi di ricostruzione,
nel terzo mondo c’è caldo e umidità,
incertezza sui confini e molta povertà,
nel quarto mondo ondate migratorie,
lavoro nero e alcune sparatorie,
il quinto mondo è il prossimo livello
soltanto informazioni che nutrono il cervello…
… il quinto mondo è quello senza storia
che niente è più variabile della memoria
i cittadini sono sparsi per il pianeta
e vagano vagano vagano vagano senza una meta.
(Jovanotti – Il quinto mondo)

Jovanotti beleuchtet in diesem Lied die Internetwelt auf kritische Weise und bezeichnet sie als „fünfte Welt“, eine geschichts- und grenzenlose Welt, in welcher wir ziellos umherirren und unser Gehirn mit Informationen gefüttert wird. Dieses Lied kann als Denkanstoß fungieren: Wir sind einer permanenten Datenflut ausgesetzt, die einer kritischen Hinterfragung bedarf.

Gedanken zu diesem Lied hat sich insbesondere suor Mariangela gemacht. Hier der Link zu ihrem Blog „canta la vita“ .